Von Hintereggern und Trittbettfahrern

von 5. September 2016Kolumne
Marionette

Viel ist geschrieben worden in den Gazetten und auf den einschlägigen Sportportalen, viel Wind wurde gemacht und Staub von Neuem aufgewirbelt. RB Leipzig zerstöre mal wieder die schöne, heile Fußballwelt mit seinem rüden Transfergebaren, sabotiere seinen eigenen Schwesterverein RB Salzburg, unterlaufe die Regelwerke von DFB, Fairplay und jedweder Geschäftsmoral.  Ja, ohnehin müsse man sich Sorgen machen um das rissige Modell dieses Sports in Zeiten kompromissloser Investoren, Farm-Teams und Brausemillionen, Sorgen um die Integrität des Profifußballs und seiner Akteure, um deren Vorbildfunktion und gesellschaftliche Rückkopplung – um nur einige Aspekte zu nennen, die laut Presse und selbst ernannten Experten allmählich den Bach aus klebrigen Energydrinks runter gingen. Doch zum Glück gibt es sie noch, diese Robin Hoods aus der guten, alten Zeit, die rechtzeitig Alarm schlagen, wenn Traditionsvereine überrundet und die sogenannten „Kleinen“ rücksichtslos ausgebeutet werden. Welchem Moloch wäre der Fußball schon zum Opfer gefallen, bildeten nicht Männer wie Martin Hinteregger sein Rückgrat? So monierte der Österreicher – zuletzt in Diensten von RB Salzburg, Leih-Flop in Gladbach und Neu-Augsburger – vor kurzem lautstark, dass Ralf Rangnick sein Salzburg endgültig zur „Filiale“ degradiert habe, aus der er sich nun ohne Reue bediene, um das RB-Imperium in Europas Belétage zu zwängen.

Nächster Halt: Leipzig

Ein heftiger Vorwurf, der freilich nicht aus der Luft gegriffen ist. So verpflichtete RB Leipzig auch diesen Sommer und in altbekannter Manier drei vielversprechende Spieler aus Salzburg, um sich für die Mission Bundesliga zu wappnen: Benno Schmitz, Naby Keita und Bernardo laufen nun für die Sachsen auf und reihen sich somit nahtlos ein hinter Spielern wie Sabitzer und Quaschner, Ilsanker oder Gulácsi, die den selben Weg beschritten. Dass bei den Salzburger Anhängern dementsprechend Unmut aufkeimt, ist verständlich. Besonders der Transfer von Bernardo geht einher mit dem bitteren Geschmäckle, dass der Brasilianer bereits fest für die laufende Saison eingeplant war und sehr kurzfristig die Fronten wechselte. Insgesamt hat Leipzig in seiner jungen Geschichte bereits ein Dutzend Spieler, zumeist Top-Talente und Stammkräfte, vom Serienmeister Österreichs importiert – dafür aber auch über 27 Mio. Euro überwiesen. Nichtsdestotrotz natürlich ein herber Substanzverlust für die Salzburger, der aber Jahr für Jahr durch kreative Transfers und hervorragendes Scouting abgefedert werden konnte. Das Know-How, die infrastrukturellen Voraussetzungen und vor allem das Netzwerk dafür hat der Red Bull-Konzern auf höherer Ebene geschaffen, wofür man in Salzburg durchaus dankbar sein sollte. Denn anders scheint es nur schwer vorstellbar, internationale Talente in Österreichs heimelige Bundesliga zu lotsen und mit deren Hilfe Titel um Titel einzuheimsen. Dass es mit der Champions League-Qualifikation einfach nicht klappen will, steht noch mal auf einem anderen Blatt Papier. Doch das Basisziel Meisterschaft mit Dreingabe Pokalsieg kann der Salzburger Fan mittlerweile gleichmütig als Pflichterfüllung abnicken. Umso erstaunlicher die negative Resonanzwelle, die nun nach Leipzig brandet, schließlich waren höhere Weihen wie ein internationaler Titel nie im Salzburger Masterplan vorgesehen und überdies ohnehin utopisch. Was also will man mehr erreichen mit diesem Team aus hochveranlagten Youngstern und soliden Heimatkickern? Womit sollen besonders erstere auch langfristig bei der Stange gehalten werden? Der Nabel der Fußballwelt dürfte Österreich so schnell nicht werden.

Hintereggers Aussagen polarisieren. Nicht zuletzt deshalb, weil sie so glänzend auf das omnipräsente Feindbild des umstürzlerischen Großkonzerns passen. Plötzlich lässt sich sogar RB Salzburg, das selbst oft genug Ziel massenhafter Anfeindungen war, in einer Opferrolle inszenieren. Der allgemeine Aufschrei ist insofern amüsant, weil das Engagement von Red Bull in Österreich ungebrochen ist und Salzburg auch weiterhin massiv davon profitiert. Dass sich der strategische Fokus des Sponsors früher oder später in Sphären verschieben würde, die mehr Beachtung, sportlichen Erfolg und somit Return on Investment versprechen, sollte eigentlich seit Anbeginn des Projekts in Leipzig klar sein. Spätestens von diesem Moment an muss man Red Bull im Fußballbereich als Franchise betrachten – und nicht mehr als Finanzprotegé eines singulären Klubs, wie es bei Werksmannschaften der Fall ist oder im mittlerweile geläufigen Mäzenatentum. RB hat sich tatsächlich ein Netz aus „Filialen“ geschaffen, die unterschiedliche funktionale Rollen innerhalb der Generalstrategie einnehmen. Das ist, wie die Ökonomie beweist, ziemlich clever, weil mit Skalenvorteilen und Synergieeffekten verbunden. So teilen sich alle Filialen einen gewissen strukturellen Überbau, z.B. Scoutingergebnisse, Sponsorenkontakte, Marketing-Kanäle und bündeln folgerichtig ihr Wissen. Zudem ist der Brückenschlag von einer Filiale zur anderen ein leichtes: Man kennt sich untereinander, lebt eine einheitliche Philosophie, spielt ähnliche taktische Konzepte. Der Austausch von Produktionsmitteln – in dem Fall Personal – geht somit ohne allzu große Reibungsverluste vonstatten. Davon profitieren nicht zuletzt die Spieler, denen so vielfältige Perspektiven innerhalb eines vertrauten Umfelds aufgezeigt werden können. Karrieresprung nach Leipzig? In Reichweite. Spielpraxis in Österreich? Goldener Herbst in New York? Kein Problem, denn der Draht steht bereits. Es braucht keine zwielichtigen Spielervermittler, die sich die Hände reibend zwischen den Stühlen sitzen. Die Eingewöhnungszeiten sind kurz, das Gehalt üppig, die Zukunftsaussichten rosig – ein Modell, das aus Perspektive eines Fußballprofis schlicht und ergreifend funktioniert.

Die Causa Hinteregger

Martin Hinteregger genoss diese Vorzüge ebenfalls. Für ihn sollte RB Salzburg ein Sprungbrett sein in eine der führenden europäischen Ligen. Auch ein Transfer zu RB Leipzig stand im Raum, ungefähr seit die Messestädter in der Zweiten Bundesliga Einzug hielten. Aussagen der Verantwortlichen zufolge, konnte sich Hinteregger den Wechsel innerhalb der RB-Familie auch gut vorstellen, nur sollte es für ihn doch lieber sofort in die erste Liga gehen. Statt Auftstiegskampf in Leipzig also Bankwärmen in Gladbach. Die Aussicht auf einen Champions League-Platz standen ja nicht schlecht, nicht wenige hatten ihm zudem den großen Durchbruch zugetraut. Auch wenn die persönliche Realität für Hinteregger letztlich anders aussehen sollte, seine Ambitionen waren ja durchaus legitim und niemand konnte es ihm ernstlich verübeln, die Herausforderung in der Bundesligaspitze zu suchen. Gladbach ließ die Kaufoption verstreichen, Hinteregger durfte/musste wieder zurück nach Salzburg, wo ihn offenbar nicht viel zu halten schien. Trotz des Negativerlebnisses war die Verlockung der Bundesliga zu groß, weswegen er einen neuerlichen Wechsel forcierte. Am Ende – und zwar wortwörtlich am letzten Tag der Transferperiode – landete er in Augsburg beim FCA. Mission accomplished!

Auch RB Leipzig war an einem RB-internen Transfer von Hinteregger sehr interessiert. Doch dieser winkte nur ab. Seine Motive schob er in polternder Tante-Käthe-Manier hinterher, als Pressestatement, das jüngst und allerorten zu lesen war: Leipzig klaue Salzburg die Spieler, Rangnick walte als Souverän willkürlich über beide Klubs, Hinteregger könne das nicht unterstützen und wechsle deshalb – aus „Respekt vor den Salzburger Fans“ – nicht nach Sachsen. Aber er wechselte. Am letztmöglichen Tag, nachdem die Saison bereits angelaufen ist, die Personalplanung stand und er mit seinen Kollegen mal wieder die Teilnahme an der Königsklasse verbockt hatte. Und nun beschwert es sich also darüber,  dass junge Spieler die vielleicht einmalige Chance wahrnehmen und kurzentschlossen in die Bundesliga wechseln? So wie es Bernardo tat und vor ihm Benno Schmitz? Hintereggers Polemik fehlt es nicht an subjektiver Befindlichkeit, dafür aber umso mehr an Logik. Niemand hat Naby Keita gezwungen, fortan in Leipzig zu kicken. Der Junge hat einfach eine bärenstarke Saison gespielt, was vielen großen Vereinen nicht verborgen blieb. Erst recht nicht in der unmittelbaren Nachbarfiliale. Es gab ein gutes Angebot garniert mit vorzüglicher Perspektive – und Keita wechselte in eine große Liga, so wie es jede Transferperiode Dutzende junger Spieler tun, die sich in der fußballerischen Peripherie für höhere Aufgaben empfehlen konnten. Dass es ihn direkt nach Leipzig zog und nicht etwa nach Everton, Monaco oder Florenz, darf für ihn persönlich wie auch die RB-Franchise viel eher als Glücksfall betrachtet werden denn als Hiobsbotschaft. So kann nämlich ein großes Talent den nächsten Entwicklungsschritt nehmen, ohne die Franchise verlassen zu müssen. Eine mehr als faire Ablösesumme wanderte nach Salzburg. Und von Keitas möglicher Marktwertsteigerung profitiert garantiert nicht nur RB Leipzig allein, sondern das gesamte Netzwerk.

#Aufschrei

Die Einseitigkeit von Hintereggers Position ist das eine – als Fußballphilosoph war der Innenverteidiger ohnehin nicht bekannt – das ebenso einseitige Presseecho hingegen darf getrost als bedenklich eingestuft werden. Zahllose Kommentare und Kolumnen, besonders aus dem konservativen, RB-kritischen Milieu, lassen kein gutes Haar an der Leipziger Transferpolitik und beschwören bereits die Schreckensvision vom Bauernopfer, das RB Salzburg nun in Mateschitz‘ Weltherrschaftsplänen spielen muss. Nur wird scheinbar überall vergessen, dass das globale Fußball-Business schon lange und auch abseits von Salzburg, Leipzig, Manchester und Paris nach marktwirtschaftlichen Mustern agiert. Die Großen bedienen sich bei den Kleinen und entschädigen diese (idealerweise) dafür, auf dass sie eines Tages die Großen ärgern können. Spitzentalente wechseln nicht nach Österreich, Belgien oder in die dritte englische Liga, um dort Wurzeln zu schlagen, sondern um früher oder später ihren Siegeszug durch die Top-Five der europäischen Eliteligen anzutreten. Und dass bestehende Verträge bestenfalls noch Monetarisierungsintrumente sind statt moralisch verbindliche Gelübde, das ist kein Auswuchses, der inmitten der Red Bull-Zentrale keimt, sondern ein gesamtgesellschaftliches Phänomen, vor dem auch kein Traditionsverein und kein Martin Hinteregger gefeit sind.

Ja, Leipzig genießt im Filialnetz von Red Bull aktuell die höchste Priorität, besitzt aber auch das mit Abstand größte Wachstumspotenzial. Es ist nur logisch und sinnvoll, die bestehenden Querverbindungen nach Salzburg zu nutzen, um diesen Standort voran zu treiben. Wachstum heißt aber auch, dass an der Grasnarbe etwas nachrutschen muss, weil es sich sonst bloß um eine Verschiebung von Ressourcen handelt. Man kann Dietrich Mateschitz und seinen Mannen ja manches vorwerfen – Rigorosität vielleicht zuvorderst – aber ökonomischen Leichtsinn oder gar Verantwortungslosigkeit ganz sicher nicht. Die Strukturen in Salzburg werden von den internen Spielerkäufen ebenso profitieren wie die Qualität im Leipziger Kader. Kurzfristig sieht es vielleicht so aus, als müsse RB Salzburg für den Leipziger Erfolg bluten. Doch auf lange Sicht sitzen beide Klubs sowieso im selben Boot und die Synergien wirken keineswegs in Form einer Einbahnstraße. So werden alsbald auch Leipziger Spieler, die sich in der Bundesliga (noch) nicht durchsetzen konnten, das Salzburger Team verstärken. Darunter gewiss auch das ein oder andere Top-Talent, das sonst niemals in die beschauliche Fußballenklave nach Österreich wechseln würde. Wie so oft verhandelt die Öffentlichkeit, getrieben von Ärgerimpulsen und Verlustängsten, eine Momentaufnahme, ohne auch nur einmal den Blickwinkel zu erhöhen und das Gesamtbild zu zeichnen. Denn langfristig werden beide Klubs von dieser engen Zusammenarbeit profitieren, ohne jedoch ihre Eigenständigkeit dafür gänzlich aufgeben zu müssen. Das ist der Grundgedanke des Franchising. Man tauscht eine latente Abhängigkeit gegen zusätzliche Sicherheiten und Größenvorteile. Im Vergleich zu anderen Branchen ist sogar die Autarkie bemerkenswert, die den Klubs der RB-Franchise eingeräumt wird. Im Prinzip hat jeder der Klubs geschäftliche Handlungsfreiheit und muss die Eigeninteressen nur in universellen, franchise-übergreifenden Fragen hinten anstellen. Wer damit nicht leben kann, dem steht es ja jederzeit frei, seinen eigenen Coffeeshop zu eröffnen. Verträge anderswo zu unterschreiben. Oder eben einen Verein mit einzigartiger, authentischer Philosophie zu etablieren. Nur wird es dann gewiss nicht leichter, den unstillbaren Hunger der Anhängerschaft nach Erfolg, Trophäen und Spektakel zu befriedigen.

Der wahre Endgegner

Hintereggers Kritik ist eine Farce, besonders unter dem Gesichtspunkt, dass sein kurzfristiger Transfer RB Salzburg viel mehr geschadet hat als etwa der von Bernardo. Wer hingegen die Augen nicht vor neuartigen Geschäftsmodellen im Fußball verschließt, der erkennt im System eine nachhaltige, eng verzahnte Wertschöpfungskette, die sowohl Salzburg als auch Leipzig benötigt, um reibungslos zu funktionieren. Die ausgebrochene Hysterie, RB Salzburg würde nun einfach gemolken und dann fallen gelassen, ist völlig unhaltbar. Vielmehr sollte man in Salzburg froh sein, schon bald einen so potenten Partner um sich zu wissen, denn das Potenzial des eigenen Klubs stößt standortbedingt allmählich an sein Limit. Gäbe es keine Bundesliga-Dependance in Leipzig, so müssten die Österreicher eben jeden Sommer ihre Leistungsträger nach England ziehen lassen, nach Spanien oder Italien. So wie es zuvor auch stets gewesen ist, für zweifelhafte Preise und ohne die Aussicht auf lukrative Deals in Gegenrichtung. Ein Franchisenehmer kann vielleicht nicht unter eigenem Banner reüssieren, aber dafür innerhalb dieses abgeschlossenen Systems. So trägt er gleichzeitig dazu bei, die Franchise im Ganzen zu stärken, wovon letztlich wiederum alle Glieder der Kette profitieren. Ein ausgeklügeltes Prinzip, das in etwa so viel mit Wettbewerbsverzerrung zu tun hat, wie Hinteregger mit dem Ballon d’Or, weil es zwei separate Sportmärkte verknüpft, anstatt einen einzelnen durch aggressive Expansion auszudünnen – Servus, Kalle Rummenigge! Wie stets fällt es leicht, schwarz-weiß zu malen und RB Leipzig als bilderstürmendes Feindbild abzutun. Die wahre Bedrohung liegt hingegen im System selbst, im alles unterjochenden Kapitalismus, der längst auch den professionellen Sport beherrscht, unabhängig davon, wie traditionsreich oder regional verwurzelt euer Klub auch sein mag. Hier muss man angreifen, wenn man tatsächlichen Wandel bewirken möchte – nicht bei RB Leipzig, seinen Verantwortlichen oder dem bemitleidenswerten Bernardo. Denn solang dieses Spiel um die Millionen konkurrenzlos bleibt, wird es auch gespielt. Und Red Bull beherrscht dieses Spiel verdammt gut.

Autor Nico

Zehner per Geburtsrecht und Passmaschine mit der Endgeschwindigkeit eines Faultiers. Muss schreiben, um seine pathologischen Knie vergessen zu machen. Gilt als wandelnder Anachronismus und Connoisseur gepflegter Zeilen/Bälle.

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Join the discussion 7 Kommentare

  • Bamfico sagt:

    Ein paar Worte kannte ich so noch gar nicht, aber es war ein interessanter Blick über den Tellerrand! Danke dafür!

  • ausLE sagt:

    Vorab:
    Schön, einen neuen Blogger in der Rasenballlandschaft zu lesen!!
    Seite sieht an sich gut, das Logo oben ist nur nicht so optimal mMn.
    Schrift ist sehr gut gewählt und scrollen macht Spaß, wenn dann neue Fenster aufgehen. 😉

    Zum Blog:
    Ich habe mich auch gefragt, was MH da getrieben hat.
    Du hast das Ganze sehr treffend umschrieben!
    10/10!

    Ich selber bin nicht bei Facebook. Wäre es möglich über Twitter an die neuesten Blögge zu kommen?

    • Nico sagt:

      Vielen Dank für die lobenden Worte!
      Seit heute ist RB Blog auch auf Twitter vertreten, und zwar als: @rbblogde
      Dort verpasst ihr keinen der kommenden Blögge. 😉

  • Steffen sagt:

    Super geschrieben. Das sind genau meine Gedankengänge zu diesem Thema…

    Respekt… wie du das alles so in Worte packst und niederschreibst. Es lässt sich prima lesen.

  • […] Eine deutlicher hin zu den Vorteilen des Franchise-Systems bei Red Bull formulierte Meinung gibt es drüben beim neuen RB Blog. […]

  • HUKL sagt:

    Dem freundschaftlichen Hinweis von „rotebrauseblogger“, nach dessen Bemerkungen zu diesem oder jenen Thema auch mal auf die Seite „rbblog“ zu schauen, bin ich gern nachgekommen und war überrascht, in ähnlicher Form, doch einer anderen noch ausführlicheren und ergänzenden Art, die Geschehnisse in den drei verschiedenen Clubs verfolgen zu können.

    Besonders haben mir die aufgezeigten Hintergründe der plötzlich entstandenen „Reibereien“ in der bekannten internationalen Familie gefallen, die praktisch von einem Ernährer finanziert wird, der erhofft, dass zumindest einer seiner „Kinder“ das Ansehen des dahinterstehenden Imperiums stärkt. Da das die Salzburger auch über einen längeren Zeitraum über die Ländergrenzen hinaus nicht konnten, fiel und fällt natürlich die Aufmerksamkeit nun auf Leipzig!

    Von den Pressekonferenzen vor den jeweiligen Spielen der „Rasenball-Sportler“ sollte man aber etwas ehrlichere Erklärungen erwarten können als bisher geschehen. Mir gefiel z.B. besonders die Erklärung von Dir, Nico, warum hier und da gegen die verschiedenen Wechsel, auch untereinander, gewettert wurde. Der Fußballsport in der heutigen Zeit ist normalerweise längst nicht mehr mit Opas und Omas Taschengeld zu betreiben! Das dürfte auch jedem Fan bekannt sein, der mit seinen verschiedenen Möglichkeiten, egal ob Eintrittskarte, Trikot, Schal und Sonstiges auch seinen kleinen Teil dazugibt, um unterstützend seinem jeweiligen Lieblingsverein zur Seite zu stehen.

    Im etwas größerem Maße hat bekanntlich das bekannte multifinanzstarke Unternehmen hinter den hohen Bergen mit dem schon erwähnten „Franchising“ bereits schon vor ein paar Jahren, unter der Betreuung von R. Rangnick als gemeinsamen (!) Sportdirektor, eine willkommene Möglichkeit gefunden, das häufig in der Wirtschaft angewandte Franchise-System, wo es gegen eine (geringere als üblich) Ablösesumme zum gegenseitigen Austausch von „lebenden Produktionsmitteln“ kommt, auch im Bereich des Fußballsportes einzuführen. Dazu sollte man einfach stehen und nicht alles abschmettern und widersprechen! Nach dem langsamen Abebben der aufgekommenen Unstimmigkeiten wegen der Frage, ob die Spieler allein von sich aus wechseln wollten oder hin- und her verschoben wurden, sollte nun wieder bald Ruhe eintreten!

    Ob sich im Laufe der Zeit, verglichen mit den dann vorliegenden Zwischenergebnissen, der insgesamt nicht gerade niedrige Transferaufwand für die Leipziger Abteilung gelohnt hat, bleibt noch abzuwarten. Nun gilt es erst einmal aus Leipziger Sicht zu beweisen, ob das erste und sehr ordentliche Gastspiel in Hoffenheim auch gegen die kommenden „Großen“ der deutschen Fußballelite seine Fortsetzung findet……

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